Spanking-Literatur: Bestseller aus dem Mittelalter

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Eines der ersten bedeutenden literarischen Werke über unsere Leidenschaft stammt aus dem Mittelalter. Johann Heinrich Meibom (* 27. August 1590 in Helmstedt), war Professor der Medizin, erster Stadtarzt in Lübeck sowie auch Leibarzt des Fürstbischofs von Lübeck Johann X. Er verfasste zahlreiche medizinische und auch historisch-philologische Werke.

Dabei interessierte ihn insbesondere auch eine bestimmte Praxis, die Flagellation, das Auspeitschen. Der Flagellantismus (vom lateinischen flagellum: Peitsche, Dreschflegel, Geißel) bezeichnet eine sexuelle Vorliebe dafür, sich entweder selbst zu schlagen oder von einem Partner schlagen zu lassen. Das Phänomen des Lustschmerzes ist dabei von besonderer Bedeutung.

Meibom nannte sein Sachbuch:


Epistel über die Nützlichkeit der Geißelhiebe beim Liebesspiel.


Meibom verfasste weitere zahlreiche medizinische und auch historisch-philologische Werke, aber dieses besondere Werk entwickelte sich zum „Bestseller“; es wurde in mehrere Sprachen übersetzt und bis in das 19. Jahrhundert hinein neu aufgelegt.